research-and-development-banner

Robotergestützes Offshore-Servicesystem (ROSS)

Mehr Effizienz bei Reparatur- und Wartungseinsätzen in Windenergieanlagen

 

Stillstandszeiten von Windenergieanlagen (WEA) sind teuer, aber wegen Störungen oder Wartungen nicht zu vermeiden. Daher bedarf es eines möglichst effektiven, technischen Services. Noch immer werden Service-Einsätze in der Regel durch eher unspezifische Meldungen von Sensoren der Condition Monitoring Systeme (CMS) in WEA ausgelöst. Alle liefern nur Indizien, lassen aber keinen eindeutigen Schluss über den wirklichen Zustand der WEA zu. Zur Absicherung der Daten muss vor einer Reparatur eines Bauteils immer noch eine visuelle Inspektion durchgeführt werden. Dies ist vor allem im Offshore-Bereich problematisch, da durch schlechtes Wetter und hohen Seegang oft nur ein schmales Zeitfenster für den Vor-Ort-Einsatz vorhanden ist.

Künftig soll – vornehmlich in Offshore-WEA – ein neuartiger Roboter diese Prüfung übernehmen und alle Bereiche der WEA einer fernüberwachten Sichtprüfung unterziehen können. Mit seiner Hilfe soll der Reparaturbedarf bereits vor dem ersten Techniker-Einsatz in der WEA genau festgestellt und die Arbeit besser vorbereitet werden können.
Über dieses Projekt soll es möglich werden, die Fehler einzugrenzen und Schadensstellen eindeutig zu identifizieren. Bei Störungen kann der Technik-Service mittels Bild- und Messdaten genau lokalisierter Schäden aus der WEA gezielt mit der Planung und danach mit der Reparatur beginnen.

Aufgabe des zu entwickelnden Roboters ist die visuelle Inspektion möglichst aller Bereiche einer WEA. Dazu muss er die Sensorik flexibel und nah genug an die relevanten Bauteile heranbringen. Das soll durch eine angetriebene, auf einer turmlangen, vertikalen Zahnschiene montierten Trägerplattform geschehen, die das Sensorik-Trägersystem durch den ganzen Turmbereich und durch das Maschinenhaus fahren kann. Der Trägerarm mit der Sensorik soll in der horizontalen und zudem der vertikalen
Achse schwenkbar sein, um auch die Rückseiten von Baugruppen inspizieren zu können. Außerdem soll die Sensorik am Ende des Trägerarms in der x-und y-Achse um 270 Grad bewegt werden können.

 

ROSS

ROSS2

Die Vorstudie zeigt das Maschinengehäuse mit der Fahrspur (gelb)
und im Ausschnitt das zirka 4 Kilogramm schwere, schienengeführte
Überwachungssystem.

 

Weitere Informationen in "Impulse aus der Forschung" 1/2012 ab S. 10

>Lesen Sie mehr